Wunschkonzert

Wunschkonzert

Wer auch immer sich den Spruch Das Leben ist kein Wunschkonzert ausgedacht hat – der hat keine Ahnung davon, wie mein Leben gerade ist.

Eckdaten

Titel: Wunschkonzert
Autor: Anne Hertz
Umfang: 400 Seiten; Taschenbuch
Verlag: Knaur
ISBN: 9783426507223

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Meine Meinung

Worum es geht:

Stella hat den Job, den sie immer haben wollte. Denn wenn sie sich schon nicht traute, selbst als Sängerin erfolgreich zu werden, wollte sie wenigstens anderen helfen, sich diesen Traum zu erfüllen. Dann jedoch kauft ein Konkurrent die Firma, in der sie arbeitet auf und sie muss fürchten, dass sie ihren Job verliert. Zwar verspricht der neue Chef, dass es keine Personalentscheidungen gibt, doch in der neuen Firma ist ihre Position schon besetzt. Warum sollte sie also glauben, dass erst einmal niemand entlassen wird?
Dann kommt der neue Chef mit einem Teambuilding-Seminar um die Ecke. Dieses soll stattfinden, damit sich alle kennen lernen können und in der neuen Firma ein gutes Betriebsklima herrscht. Stella fühlt sich aber alles andere als wohl. Sie wartet nur darauf, dass ihr Konkurrent zu einer Aktion ansetzt, der sie den Job kosten könnte.
Der Job ist aber nicht alles, was ihr im Kopf rumschwirrt. Da sind auch noch ihre Mutter, die versucht sie mit Anrufen zu überwachen, ihre beste Freundin, die ihr rät, auch mal Spaß zu haben, und der Musiker Tim, der sich einfach überhaupt nicht mehr meldet.

Was ich sage:

Erwartet habe ich eine romantische und witzige Geschichte, wie ich es von Anne Hertz gewohnt bin. Außerdem habe ich erwartet, dass man das Ende nicht unbedingt vorhersehen kann.
Genau das bekommt man von diesem Buch auch geboten. Es ist witzig geschrieben und enthält eine teils wirklich romantische Handlung. Auch das Ende kann man nicht unbedingt vorhersehen, da Stella in ihrem Leben vor eine große Herausforderung gestellt wird. Außerdem werden nicht nur ein, sondern gleich zwei Männer auf den Hauptcharakter losgelassen.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Stella erzählt. Auf diese Weise bekommt der Leser einen guten Eindruck von ihr, ihrem Charakter und ihrer Motivation. Außerdem bekommt der Leser so die Geschichte und all ihre Handlungen aus erster Hand mit. Das finde ich immer eine gute Wahl, da man so nicht auf Überraschungen vorbereitet wird und das Buch spannend bleibt. Das Problem an dieser Erzählperspektive war in diesem Falle allerdings, dass ich mich mit Stella nicht wirklich anfreunden konnte. Ich finde, sie war zwischenzeitlich ein bisschen weinerlich, kompliziert oder hat absolut überreagiert.
Die Charakteren sind – soweit feststellbar – sehr gut ausgearbeitet und haben eine Motivation, der sie folgen.

Die Idee für die Geschichte ist toll, da die Angst den Job zu verlieren – denke ich – eine sehr universelle ist. Auch die Sache, dass es zwei Männer gibt, zu denen Stella sich hingezogen fühlt, hat mir gefallen.
Der Schreibstil ist witzig und leicht. Es macht Spaß, weiterzulesen. Ich konnte das Buch kaum weglegen, um etwas anderes zu machen. Die Balance zwischen Dialog und Erzählung ist gut.

Fazit:

Das Buch Wunschkonzert ist eine tolle Geschichte für Zwischendurch. Leider hat mir das gewisse Etwas gefehlt. 4 von 5 Punkten.
Vier Punkte

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