Wenn Ozeane weinen

Wenn Ozeane weinen

Der gläserne Bungalow der Teagardens saß, umspült vom Staub des Meeres, wie ein gigantisches Aquarium auf einer sanft geschwungenen Anhöhe in den blumenbewachsenen Dünen Montereys.

Eckdaten

Titel: Wenn Ozeane weinen
Autor: Ben Bennett
Umfang: 304 Seiten, eBook
Verlag: Mira Taschenbuch
ISBN: 978-3-95649-180-1

Meine Meinung

Worum es geht:
Amber Wood zieht mit ihrer Mutter im Alter von sechs Jahren bei den Teagardens ein. Die Familie hat zum dem Zeitpunkt gerade mit dem Verlust von Elena, der Dame des Hauses, zu kämpfen. Gerade ihr Sohn Taylor, der sich im selben Alter wie Amber befindet, leidet sehr darunter. Der Vater, welcher mit dem Verlust selbst nur schwer zurechtkommen zu scheint, setzt alles darauf, dass die beiden neuen Frauen im Haus, etwas an der Situation ändern können.
Ein Bootsausflug einige Wochen später bringt schließlich eine Wendung. Taylor, der nie schwimmen gelernt hat, fällt über Bord und scheint verloren, da sein Vater ihn nicht erreichen kann. Doch er taucht aus den Tiefen des Pazifiks wieder auf – in den Armen einer Meerjungfrau. Das kleine Mädchen ist so schnell wieder verschwunden, dass es von den Erwachsenen als einfache Sinnestäuschung abgestempelt wurde. Für Taylor beginnt jetzt die fieberhafte Suche nach seiner Retterin.
Doch als Mandy, wie Amber und er die Meerjungfrau getauft haben, elf Jahre später wieder auftaucht, wäre es für alle besser, ihr nie begegnet zu sein.

Was ich sage:
Ich liebe den Ozean. Meine Erwartungen an dieses Buch waren also hoch. Ich wollte  das Salz auf den Lippen schmecken und den Wind im Gesicht spüren. Meine Erwartungen dahingehend wurden auch tatsächlich erfüllt. Dank eines Schreibstils, der einen nicht nur an der Geschichte teilhaben lässt, sondern einen direkt reinzieht, konnte man das Meer praktisch vor sich sehen und die Trockheit der Wüste um sich herum fühlen.

Der Schreibstil bekommt von mir also schon mal volle Punktzahl. Ich bin wirklich hin und weg von diesem.

Die gesamte Geschichte ist aus der Sicht von Amber erzählt. Diese geht von der Erzählung gern ins Detail und holt auch mal aus der Vergangenheit aus. Das ist manchmal wirklich hilfreich und hilft dabei, sich noch weiter in die Geschichte hineinversetzten zu können. In anderen Momenten, in denen man wissen möchte, wie die Geschichte weiter geht, nervt es dann ziemlich, dass das Geschehen eine solch ausschweifende Einleitung braucht.

Ein weiterer negativer Punkt an der Wahl alles aus Ambers Sicht zu schreiben, ist dass man als Leser bei einigen Handlungssträngen nicht dabei ist. Wichtig für das Vorankommen der Geschichte ist es nicht, aber in einigen Fällen hatte ich das Gefühl, dass es sehr interessant hätte werden können.

Die Charakteren sind wirklich hübsch gemacht und sehr durchdacht. Man konnte sich eigentlich jeden von ihnen sehr gut vorstellen – sowohl äußerlich als auch charakterlich. Natürlich hat man hier nur die Beschreibung Ambers bekommen, doch man konnte sich ein sehr genaues Bild der Menschen des Buches machen.

Die Idee für die Geschichte war sicher nicht neu. Trotzdem sucht sie so umgesetzt sicher noch ihresgleichen. Ich habe es wirklich genossen sie zu lesen und jede Wendung und Kurve mitzunehmen, die es zu nehmen galt.

Fazit:
Toller Schreibstil in Kombination mit einer tollen Geschichte, ist definitiv eine sehr gute Zusammenstellung. Ganz perfekt war es leider nicht, daher muss ich einen Punkt abziehen und vergebe 4 von 5 Punkten.
Vier Punkte

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