Vor dem Erben kommt das Sterben

Vor dem Erben kommt das Sterben

Der rote Teppich führte weder zur Treppe noch zum Aufzug

Rezensionsexemplar

Eckdaten

Titel: Vor dem Erben kommt das Sterben oder: wie Cleopatra nach Köln kam
Autor: Ulrike Blatter
Umfang: 400 Seiten; eBook
ISBN: 9783738057300

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Meine Meinung

Worum es geht:
Nach zwanzig jähriger Abwesenheit kehrt Blanche wieder zurück nach Köln. Hier will sie noch einmal von vorne anfangen, in der Hoffnung die Geister ihrer Vergangenheit endgültig in der Vergangenheit lassen zu können.
Ein anderes Problem ist, dass sie Geld braucht und zwar dringend. Nur wie verdient man Geld, wenn man nie gelernt hat, wie? In der alten Wohnung ihrer Mutter eröffnet sie ihre Praxis als Wahrsagerin. In Sybille steht ihr dabei auch gleich ein sehr wohlhabendes Opfer zur Verfügung. Die Katze Chleo, die Blanche zugelaufen ist, scheint dabei die perfekte Komplizin.

Was ich sage:
Dieses Buch gehört dem Genre Krimi an. Nach dem Lesen des Klappentextes wusste ich nicht recht, wie das beides zusammen passen sollte. Das weiß ich auch nach dem Lesen des Buches nicht. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass ich bisher immer nur die klassischen Krimis von Agatha Christie gelesen habe.

Was ich gerade am Anfang schwer fand, war in die Geschichte reinzukommen. Die Perspektiven wurden immer wieder verändert und dann wurde eine andere Geschichte erzählt. Das war wohl auch der Grund, weshalb ich zwischendurch immer mal wieder eine Phase hatte, in der ich aufhören wollte, zu lesen. Irgendwann kam dann aber der Punkt, an dem ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte endet.

Als nächstes möchte ich gern auf die Charakteren eingehen.
Chleo ist ein Charakter, mit dem ich überhaupt nicht klar gekommen bin. Sie stellt sich bereits im Prolog als die Beobachterin vor und übernimmt die Erzählung der Geschichte. Dabei schweift sie immer mal wieder in Erzählungen aus einem ihrer früheren Leben ab und dass sie endlich als Katze wiedergeboren wurde. Sie wird auch nicht müde immer wieder darauf hinzuweisen, dass sie so viele Leben bereits hinter sich bringen musste, ohne endgültige Ruhe zu finden, da sie in ihrem ersten Leben als Kleopatra irgendetwas falsch gemacht hat. So richtig verstanden, welche Rolle sie in der Geschichte hat, habe ich leider nicht. Ich empfand diesen Charakter meist nur als störend.
Blanche ist der Hauptcharakter und die Geschichte begleitet sie. Leider ist es nur schwer, sich mit ihr zu identifizieren. Gerade am Anfang ist es schwer, da man als Leser zwar die Information bekommt, dass etwas in ihrem Leben passiert ist, was dies aber ist, bekommt man nicht erzählt (erst später wird man von Chleo in diese Geschichte eingeweiht).

Der Schreibstil ist gut, wenn man sich dran gewöhnt hat. Woran ich mich leider nicht so richtig gewöhnen konnte, ist das Kölnisch zwischendurch. Das war für mich als nicht Kölnerin eher störend und hat den Lesefluss leider häufig unterbrochen.

Fazit:
Leider hat mit die Geschichte mit der Reincarnation von Kleopatra überhaupt nicht zugesagt. Der Rest der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Daher würde ich gern 2,5 Punkte geben, was in 3 Punkte endet.
Drei Punkte

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