Wie meine Rezensionen entstehen – Teil 2

Wie meine Rezensionen entstehen

Heute gibt es den zweiten und letzten Teil meiner behind the scenes Reihe mit dem Thema Wie meine Rezensionen entstehen. Dieses Mal erkläre ich, wie die Bewertung mit den Punkten zustande kommt und wie ich meine Rezensionen schließlich Schritt für Schritt schreibe.

Ich hoffe, dass ihr nach dem Lesen dieses Teils eine Ahnung davon habt, warum ich die Bücher so bewerte wie ich es eben tue.

Die richtige Anzahl von Punkten

Als ersten Schritt der Rezension vergebe ich die Punkte. Dies geschieht meist bereits während der ersten Hälfte des Buches. Sollte die zweite Hälfte sehr viel anders sein, wird die Bewertung natürlich angepasst.
Die eigentliche Bewertung ist aber nichts weiter als ein Bauchgefühl.

Eine Rezension entsteht

1. Schritt:

Der erste Schritt ist eine Inhaltsangabe (in der Rezension: Worum es geht). Diese versuche ich immer etwas informativer zu gestalten als es der Klappentext ist, ohne allerdings zu viel zu verraten. Spoiler versuche ich also zu vermeiden, was mir bisher glaube ich ganz gut gelungen ist.
Für mich dient dieser erste Schritt auch noch einmal dazu mich an die Geschichte zurück zu erinnern.

2. Schritt:

Nachdem ich etwa 70% eines Buches gelesen habe, beginne ich die detaillierte Rezension zu formulieren und in den Blog einzuplanen.

An dieser Stelle schreibe ich alles, was mir so zu dem Buch einfällt und was mir beim Lesen aufgefallen ist. Meist habe ich bereits während des Lesens Notizen gemacht und arbeite diese nun mit in die Rezension ein.
Starten tue ich immer mit meinen Erwartungen, die ich gehabt habe, als ich das Buch bekommen oder gekauft habe. Außerdem schreibe ich, ob diese Erwartungen auch erfüllt wurden. Danach folgen die Bewertung der Charakteren und der Geschichtsidee. Ein kurzer Kommentar zum Schreibstil folgt zum Schluss.

Ich habe oft das Gefühl, dass meine Rezension mit der Punktevergabe nicht so ganz übereinstimmt. Das liegt daran, dass ich mich manchmal schwer tue, in Worte zu fassen, warum ich eine bestimmte Punktezahl vergebe. Mein Bauchgefühl zu erklären, ist eben nicht ganz einfach.

3. Schritt:

Auch wenn ich die Punkte bereits sehr früh vergebe, schreibe ich das Fazit erst ganz am Schluss. Hier möchte ich zum Teil Informationen oder Formulierungen aus dem zweiten Schritt aufnehmen. Das geht eben nicht früher.

Damit ist die Rezension dann auch schon fertig und ich passe unter Umständen das Datum, an dem sie gepostet wird noch einmal an.

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2 Kommentare

  1. Ich bin, was das Thema anbelangt, absolut unerfahren und stelle mir solch eine Rezension weitaus zeitaufwendiger vor, als bspw. ein Produkttest. Der Artikel ist sehr interessant und gibt mir einmal einen Einblick, wie solch eine Rezension überhaupt entsteht. Vielen lieben Dank dafür!

  2. Da ich über naturwissenschaftliche Themen blogge, bin ich vor einiger Zeit in der Kartei einer Buch-Promotion-Agentur gelandet, die mir regelmässig Angebote für die Rezensions-Exemplare von Sachbüchern schickt.

    Kürzlich habe ich erstmals gewagt, eines zu bestellen, das mich sehr interessierte und auch zum Blog passt. Die Rezension ist inzwischen online, und ich habe zwei neue Bestellungen „in der Pipeline“, auf deren Lektüre und Rezension ich mich schon freue.

    Um so interessanter ist es zu lesen, wie andere das angehen. Auf eine Punkteliste verzichte ich übrigens und schreibe frei nach Notizen. Eine Einstufung nach Punkten hebe ich mir für grössere schriftliche Hausarbeiten von Schülern auf, die tatsächlich präzise miteinander vergleichbar bewertet sein müssen.

    Liebe Grüsse,
    Kathi

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