Im Zeichen des Falken

Im Zeichen des Falken

Die Dunkelheit erhellte sich nur langsam.

Eckdaten

Titel: Im Zeichen des Falken
Autor: Sarah Schäfle
Umfang: 241 Seiten; eBook
Reihe: Teil 1 von 3 (Der Ruf des Turul)
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Meine Meinung

Worum es geht:
Als das neue Schuljahr losgeht, ist plötzlich nichts mehr wie es einmal war. Das erste Merkwürdige passiert, als Madeleine dem neuen Schüler Thilo die Hand gibt. Die erste von vielen Visionen passiert, was sie zutiefst erschreckt. Als sie dann aber auch noch Gedanken von anderen lesen kann und aus dem Nichts Feuer entstehen lässt, ist sie zutiefst verunsichert.
Der Fund des Turuls, eines Falken mit Krone und Schwert, in der Wohnung ihrer Großmutter, ist der Punkt der zu wilden Spekulationen Anlass gibt. Erst ein plötzlicher Aufbruch nach Ungarn scheint etwas mehr Licht ins Dunkle zu bringen und wirft gleichzeitig noch viel mehr Fragen auf.

Was ich sage:

Schon nach den ersten paar Seiten hatte ich das Gefühl, dass ich nicht in die eigentliche Zielgruppe des Buches gehöre. Ich empfand mich nämlich als etwas älter als der Durchschnittsleser sein sollte. So bin ich davon überzeugt, dass sich jeder bis zu einem Alter von etwa 20 Jahren in die Geschichte hinein versetzten kann.

Ein weiter Punkt, der mir relativ früh aufgefallen ist, ist dass die eigentliche Geschichte, die man als Leser gern lesen würde, erst sehr viel später anfängt. Nämlich bei etwa der Hälfte des Buches. Da beginnt dann tatsächlich auch der Punkt, an dem man als Leser auch gern älter als 20 Jahre sein darf.
Meiner Meinung nach hätte die Geschichte an genau dieser Stelle anfangen sollen und wichtige Ereignisse vielleicht als Rückblende auftauchen können. Das hätte zwar dafür gesorgt, dass die Geschichte kürzer wäre, doch man hätte den doch langatmigen und teils langweiligen Teilen der Geschichte überspringen können.

Die Charakteren sind zum größten Teil sehr gut ausgearbeitet. Man versteht, was hinter den Beweggründen steckt. Die Geschichte ist aus der Sicht von Madeleine geschrieben, daher bekommt man die Gefühle auch nur von ihr mit.

Die Idee der Geschichte finde ich toll. Die Frage, was es mit dem Turul auf sich hat, beschäftigt einen seit dem Auftreten des Tieres (was irgendwann vor der Hälfte des Buches ist).
Der Schreibstil ist gut. Es gibt eine gute Balance zwischen Dialog und Erzählung. Ganz selten stolpert man mal über Rechtschreibfehler.

Nach der Beendigung des Buches ist mir noch aufgefallen, dass dieses Buch keinen eigenen Spannungsbogen besitzt, sondern nur den Bogen der gesamten Serie aufgebaut. Das fand ich sehr schade, da ein eigener Plot inklusive eigenem Spannungsbogen für mich Eigenschaften einer wirklich tollen Geschichte sind, selbst wenn sie am Ende nur ein Teil einer Reihe ist.

Fazit:
In diesem ersten Buch der Der Ruf des Turul Reihe wird wahrscheinlich auf die beiden folgenden Bücher hingearbeitet. Das ist zumindest mein Eindruck. Da dieses Buch keine wirklich eigene Story besitzt. Da die Spannung nach der Hälfte aber langsam steigt, vergebe ich an dieser Stelle 3 von 5 Punkten.
Drei Punkte

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