Gedanken zu: Postkarten

I’m sending postcards from my heart
Postcards – James Blunt

Vor kurzem habe ich im Radio zum ersten Mal den Song Postcards von James Blunt gehört. Seitdem höre ich es praktisch immer und überall. Es ist beinahe so, als würde mich irgendetwas oder irgendjemand dazu zwingen über das Thema Postkarten nachzudenken. Also habe ich mich dazu entschieden, einen Beitrag darüber zu schreiben.

Vielleicht sollte ich mit einem Geständnis anfangen: ich liebe es, Post zu bekommen. Ich freue mich sogar über Rechnungen aus dem einfachen Grund, dass ich dann etwas in meinem Briefkasten habe. Das Beste ist aber, wenn ich Postkarten von Freunden oder Verwandten vorfinde. Für mich ist das jedes Mal wieder so etwas wie ein kleines bisschen Urlaub, wenn so ein Stück Papier vom vielleicht anderen Ende der Welt zu mir nach Hause findet.

Zu meinem Bedauern passiert das in den letzten Jahren immer weniger. Das hat vor allem zwei Gründe. Der erste ist sicherlich, dass meine Freunde eher Tagesausflüge am Wochenende in Form von Städtetrips oder Ausflügen ans Meer machen oder aber sie fahren gar nicht mehr weg. Seit wir arbeiten oder studieren kommt niemand mehr weg – aus den verschiedensten Gründen. Der zweite Grund für die wenigen Postkarten ist sicherlich die zunehmende Digitalisierung. Dann wird nur mal schnell eine Nachricht per E-Mail oder What’s App geschickt. Wenn man Glück hat, bekommt man ein Foto mitgeschickt. Das ist wirklich schade.

Ich für meinen Teil versende immer noch Postkarten an Freunde und Verwandte. Das mache ich wirklich sehr gern und zu jeder Gelegenheit. Meist bin auch ich nur für Tagesausflüge unterwegs und selbst dann schreibe ich noch Postkarten.

Meine beste Freundin hat immer die Ausrede, dass sie nicht weiß, was sie auf die Postkarte schreiben soll, um keine schreiben zu müssen. Ich selbst sitze auch manchmal davor und überlege fieberhaft, was ich auf den wenigen Platz bringen könnte. Meistens schreibe ich nur wo ich bin, wie lange ich noch bleibe und wie das Wetter ist und noch ein oder zwei Sätze, die auf den Adressaten angepasst sind. Für mehr ist kein Platz, aber bei einem Tagesausflug kann man auch nicht mehr erwarten.

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Und jetzt seid ihr dran:

  •  Schreibt ihr noch Postkarten?
  • Was schreibt ihr drauf?

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