Die Macht des Táltos

Die Macht des Taltos

Der Anblick der unermesslichen Weite des schier endlos wuchernden Graslands mit seinen sanften Hügeln und den hohen Bergen in der Ferne stillte für den Moment die Sehnsucht, die mich niemals verließ, wenn ich nicht hier sein durfte.

Eckdaten

Titel: Die Macht des Táltos
Autor: Sarah Schäfle
Umfang: 233 Seiten, eBook
Reihe: Teil 3 von 3 (Der Ruf des Turul)

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Meine Meinung

Worum es geht:

Der dritte Teil der „Der Ruf des Turul“-Reihe beginnt dort, wo der zweite aufgehört hat. Die Gruppe um Madeleine sitzt im alten Lada zusammen mit den gestohlenen Falken und fährt nach Tiszadob. Dort hoffen die Jugendlichen Informationen über den Verbleib von weiteren Falken zu bekommen. Auf was sie stoßen ist etwas größeres: ein Brief, in welchem der Táltos erwähnt wird. Dabei handelt es sich um einen Stier, der den Krieg zwischen den Magieren entscheiden kann.
Die erste Vermutung ist, dass Thilo der Táltos der Guten ist. Doch stimmt das auch oder ist es jemand anderes? Und wer ist der Táltos der Gegner? Die Durchsuchung von Sándors Hauptquartier hat also noch mehr Fragen aufgeworfen.
Doch auch einen Brief, der die Verstecke der restlichen Falken preisgibt, haben sie gefunden. Die Frage, die sie sich jetzt noch stellen müssen, ist, ob es nicht zu einfach war, an die Informationen ran zu kommen. Die echte Herausforderung scheint noch auf sie zu zukommen.

Was ich sage:

Erwartet habe ich von diesem Buch, dass es die Reihe mit Spannung und ohne Fragen zu hinterlassen abschließt. Das hat es soweit auch geschafft. Es werden wirklich alle Fragen beantwortet. Leider kommt die Spannung aber erst in der zweiten Hälfte des Buches so richtig zur Geltung.
Zwar gibt es auch einige spannende Momente in der ersten Hälfte des Buches, doch diese vergehen relativ schnell wieder und machen eher langatmigen Szenen Platz. In der zweiten Hälfte geht es vornehmlich um den großen Endkampf, was schon eine Garantie für Spannung ist, allerdings auch nicht vor einigen langweiligen Szenen schützt. Ein bisschen mehr Balance würde ich mir da doch wünschen, da es sich teils so anfühlt, als würde man sich durch den ersten Teil dieses Buches durchkämpfen müssen.
Was mir allerdings sehr gefallen hat, ist, dass es am Ende noch eine Wendung gibt, die nicht vorhersehbar war.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Madeleine erzählt. Das ist meiner Meinung nach immer eine gute Erzählperspektive. In diesem Falle bin ich aber nicht ganz sicher, ob es wirklich eine gute Wahl war, für diese Perspektive gerade Madeleine auszuwählen. In diesem letzten Teil der Reihe wird das leider sehr deutlich. Madeleine ist die einzige, die die Situation nicht ganz versteht und auch die Zusammenhänge erst sehr spät sieht oder sich die meisten Sachen von den anderen erklären lassen muss. Der Leser hat also gar keine andere Möglichkeit als die ganze Zeit im Dunkeln zu tappen und sämtliche Entwicklungen erst zum Schluss zu erfahren. Mitfiebern ist dadurch nur bedingt möglich.

Die Idee zu dieser Geschichte finde ich nach wie vor super und auch das Ende passt dort sehr gut rein.
Der Schreibstil ist unverändert gut und bietet einen guten Ausgleich von Dialog und Erzählungen.

Fazit:

Auch im letzten Teil bin ich immer noch von der Idee fasziniert. Leider ziehen sich aber auch die Mängel in der Umsetzung bis zum Schluss durch. Daher bekommt dieser dritte Teil der Reihe von mir 3 von 5 Punkten.
Drei Punkte

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