Die Gedankenwenderin

Mein Name ist Gemma Green und ich bin eine Gedankenwenderin.

Rezensionsexemplar

Eckdaten

Titel: Die Gedankenwenderin
Autor: Kenechi Udogu
Umfang: 123 Seiten; eBook
Originaltitel: Aversion
Reihe: Band 1 (Mentalisten Serie)

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Meine Meinung

Worum es geht:
Gemma ist eine Gedankenwenderin und muss somit die Menschen in ihrer Umgebung von Ereignissen fernhalten, die sie von ihrem vorherbestimmten Lebensweg wegbringen könnten.
Mit ihren 15 Jahren hat Gemma das noch nie gemacht, doch als an Russel Tanner vorbeiläuft, spürt sie zum ersten Mal, dass ihr Eingreifen von Nöten ist.
Doch als Russel am darauffolgenden Tag großes Interesse an ihr zeigt und sogar mit ihr befreundet sein will, wenn er sie eigentlich vergessen haben sollte, wird sie misstrauisch. Hat sie ihre erste Gedankenwendung vergeigt? Und wie soll sie das Problem wieder aus der Welt schaffen, wenn niemand da ist, der ihr einen Tipp geben kann, wie das funktioniert?

Was ich sage:
Als ich den Klappentext von diesem Buch gelesen habe, habe ich mir ein spannendes Fantasy-Abenteuer mit einer kleinen Prise Romantik vorgestellt. Da ich schon viele Bücher dieser Art gelesen habe, sah ich diesem hier mit gemischten Gefühlen entgegen. Es konnte wirklich gut oder aber auch wirklich schlecht werden. Beides hatte ich schon erlebt. Weil ich mich aber bei Büchern immer an die guten Erwartungen klammere, war es auch in diesem Falle nicht anderes und ich habe dem Lesen entgegen gefiebert.
In diesem Falle war meine Ahnung wirklich die richtige. Meine Erwartungen wurden erfüllt, auch wenn wieder mehr Romantik in der Geschichte vorhanden war, als mir lieb ist. Doch aufgrund des Klappentextes hätte mir das eigentlich klar sein müssen und schlechter wird die Story dadurch auch nicht.

Die Idee zu der Geschichte über die schief gelaufene Gedankenwendung finde ich einfach toll. Im Allgemeinen finde ich die Gedankenwender eine super Idee. Wie wäre es denn, wenn man wirklich immer von Ideen abgehalten wird, die einem auf dem weiteren Lebensweg nur schaden?
Was ein bisschen Schade ist, ist die Tatsache, dass der Anfang des Buches etwas langatmig ist und es eigentlich erst ab der Hälfte des Buches so richtig los geht. Erklären tue ich mir das allerdings dadurch, dass es sich eben um den ersten Teil einer Reihe handelt und als Ganzes betrachtet, das gar nicht mehr so schlimm ist.

Eine weitere Sache, die mich am Anfang des Buches stört, ist dass dieser durch viele Erklärungen zusätzlich noch in die Länge gezogen wird. Diese Erklärungen sind teils notwendig, um zu verstehen, worum es eigentlich geht bzw. was ein Gedankenwender macht und so weiter. Ein anderer Teil dieser Erklärungen sind an dieser Stelle völlig überflüssig. Besser hätte ich es gefunden, wenn diese an einer Stelle eingebracht worden wären, wo sie relevant werden.

Der Schreibstil ist gut. Er ist lebendig und passt perfekt in die Geschwindigkeit der Geschichte.

Die gesamte Geschichte wird aus der Sicht von Gemma erzählt. Das gefällt mir wirklich gut. So bekommt man als Leser alles aus erster Hand mit und die Geschichte entwickelt sich um einen herum. Das geht vor allem sehr gut, weil es sich um einen Charakter handelt, in den man sich sehr gut hinein versetzen kann.
Auch die anderen Charakteren haben eine gewisse Tiefe vorzuweisen, soweit ich das beurteilen kann. Diese werden eben immer nur aus der Sicht von Gemma beschrieben und sind von daher sehr schlecht einzuschätzen.

Fazit:
Alles in allem fand ich dieses Buch gut mit einer tollen Storyidee, leider aber auch dem ein oder anderem Mangel. Daher vergebe ich 4 von 5 Punkten und warte gespannt auf den nächsten Band.

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