Der Monsterjäger und die Prinzessin der Dämmerung

Der Monsterjäger und die Prinzessin der Dämmerung

Von Wachen verfolgt zu werden war nichts Außergewöhnliches …

Eckdaten

Titel: Der Monsterjäger und die Prinzessin der Dämmerung
Autor: Michael Karner
Umfang: 343 Seiten, eBook

Meine Meinung:

Worum es geht:

Als Ducante in den Raum kommt, in dem Praya, die Prinzessin von Derrbaen, im Tiefschlaf liegt, ist er nicht der Erste. Der Mönch Chauhan ist bereits dabei sie zu wecken. Doch nicht nur die beiden sind in dieser Nacht in den Palast eingedrungen: auch Kopfgeldjäger sind hinter Praya her. Bevor diese aber der Prinzessin zu nahe kommen können, flieht sie mit dem Monsterjäger und dem Mönch in die Wüste hinaus. Was das Motiv ihrer beider Begleiter überhaupt im Palast aufzutauchen war, weiß sie nicht und die beiden halten sich dazu auch bedeckt. Warum Kopfgeldjäger hinter ihr her sind, weiß sie auch nicht – schließlich ist sie nur das elfte Kind ihrer Eltern – , doch auf der Flucht ist der perfekte Zeitpunkt, um das raus zu bekommen. Welche Geheimnisse werden sonst noch aufgedeckt?

Was ich sage:

Im Klappentext dieses Buches wird angekündigt, dass es sich um ein Epic-Fantasy-Abenteuer handelt. Dieses habe ich dann natürlich auch erwartet und soviel kann ich sagen: enttäuscht wird man dabei nicht. Die Idee für die Geschichte hat mich wirklich begeistert. Die Flucht beziehungsweise Verfolgung, die durch die Welt dieses Buches führt und dabei immer mehr der vielen Fragen beantwortet, während neue aufgeworfen werden, hat mich durchaus angesprochen. Leider hat mich die Umsetzung dieser grundlegend guten Idee nicht überzeugen können.

Das Buch wird aus der Sicht von Ducante, dem Monsterjäger, erzählt. Ich mag diese Perspektive eigentlich gern. In diesem Falle erscheint es mir allerdings nicht die richtige Wahl zu sein. Es ist etwas unpersönlich, so als sei der Charakter gar nicht wirklich in der Erzählung drin. Gefühle und Wahrnehmungen dieses Charakters scheinen nicht zu existieren. Außerdem erfährt man von dem Charakter und dessen Motivation nicht so viel, wie man sich das von dieser Erzählperspektive vielleicht wünscht. So ist mir immer noch nicht klar, was der Charakter eigentlich im Palast wollte, außer die Prinzessin da raus holen. Warum ist es Monsterjäger, wenn er eigentlich Prinzessinnen rettet? Vielleicht geht das aber auch nur mir so und ich habe es schlichtweg überlesen.
Aufgrund der nicht ganz geglückten Wahl der Erzählperspektive konnte ich mich nicht gut mit einem der Charakteren identifizieren. Das hat das Leseerlebnis ziemlich beeinträchtigt und man fühlt sich als Leser von der Geschichte nicht ganz mitgenommen.

Die anderen Charakteren sind gut ausgearbeitet. Da man sie nur aus der Sicht von Ducante wahrnimmt, ist mit Recht natürlich nicht mehr über sie bekannt, als sie dem Hauptcharakter als Informationen über sich gewähren.

Es gibt viele Kapitel, was ich erst einmal gut finde. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass diese sehr willkürlich sind. Ein Kapitel endet und ohne eine eine Unterbrechung geht es im nächsten Kapitel mit dem nächsten Satz weiter oder eine Handlung beziehungsweise eine Szene wird über mehrere Kapitel geführt. Das hat etwas gestört, da ich von einem neuen Kapitel einen neuen Teil der Handlung erwarte und nicht die Fortführung dessen, was schon die ganze Zeit passiert.
Zwischenzeitlich springt es dann auch noch von einer Tätigkeit zur nächsten. Das ist wirklich etwas plötzlich, wenn man innerhalb eines Absatzes irgendwo völlig anders ist. Andere Szenen sind ein bisschen langatmig. Eine bessere Balance im Tempo wäre schön.
Stilistisch gesehen sind das Dinge, die mich wirklich gestört haben. Der Schreibstil hingegen ist wirklich gut.

Fazit:

Dieses Buch von einem ziemlichen Auf und Ab zwischen wirklich spannend und langweilig beziehungsweise langatmig bestimmt. Da hätte ich mir einfach eine bessere Balance gewünscht. Da es ansonsten auch noch einige Mängel aufweist, kann ich an dieser Stelle nur 2 von 5 Punkten geben.
Zwei Punkte

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